SIMPLY
WRONG
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Eintrag Nr. 02
02

Die Masche. Versprechen, Druck, Unterschrift.

Beim zweiten Gespräch war der Ton schon ein anderer. Immer noch freundlich, aber bestimmter. Es wurden mir Versprechen gemacht, die im Nachhinein keiner so gesagt haben will.

Plötzlich gab es eine Frist. Heute noch unterschreiben, sonst sei der Fall „nicht mehr bearbeitbar". Als ich um Bedenkzeit bat, kam der Satz, den ich nie vergessen werde: „Dann können wir Ihnen leider nicht mehr helfen."

Ich saß da, mit dem Handy am Ohr, und merkte, wie ich in die Defensive geriet. Ich habe Fragen gestellt, aber bekam ausweichende Antworten. Vieles wurde mündlich zugesagt, schriftlich tauchte später nichts davon auf.

Am Ende habe ich unterschrieben. Nicht, weil ich überzeugt war, sondern weil ich Ruhe wollte. Heute ärgere ich mich, dass ich nicht einfach aufgelegt habe.